Hilfe zur Selbsthilfe
für arme Familien in Kolumbien

Acht Jahre alt ist Juan José. Kleiner als die meisten seines Alters scheint er, zerbrechlicher. Er strahlt jedoch über das ganze Gesicht. Das war nicht immer so: Der mehrfach behinderten Jungen aus Kolumbiens Südwesten hat lange gebraucht, um sein Leben genießen zu können. Dank der Schwestern von COPPAS gelingt ihm das nun immer besser.

Schwester Pilar Cumba (Orden Sagrado Corazon) zu Besuch bei Juan José (6 Jahre), der behindert zur Welt kam und Dank vieler Operationen (und durch die Unterstützung und Hilfe der COPPAS inzwischen ein lebensfroher Junge geworden ist.

COPPAS steht für „Comités Parroquiales de Pastoral Social“ - dahinter jedoch steht viel mehr: Das Sozialpastoral im Südwesten Kolumbiens umfasst einen Bereich, der dreimal so groß wie die Schweiz ist. In dem ländlichen Gebiet gibt es bei den Gemeindebewohnern viel Leid. Angela Maria hat beispielsweise das West-Syndrom. Schwerbehindert bleiben ihr in der Gesellschaft kaum Chancen. Die Seniorin Luz Angelica Guevara kämpft mit ähnlichen Schwierigkeiten: Als alte Frau ist es kaum möglich für sie, Anschluss an die Gemeinde zu finden. Zu schwer sind die Wege, zu müde ihre Knochen. Was jedoch wie viele Einzelfälle erscheint, spiegelt in dieser Region Kolumbiens den Alltag wider: Menschen am Rande der Gesellschaft haben es schwer, zu ihr zurückzufinden.

„Oft wollen die Ärzte keine teure Behandlung verschreiben. Das System ist fürchterlich und absolut ungerecht.“

Ordensschwester Pilar Cumba, Leiterin des Gesundheits-Teams in Pasto

Dem wollen die Schwestern von COPPAS entgegenwirken: Nach jahrelanger Anleitung von Theologe und Adveniat-Mitarbeiter Thomas Jung haben sich Gemeindemitglieder dazu entschlossen, zusammenzukommen zu Weiterbildungen. Ob es Menschliche Beziehungen, Gruppenprozesse, Bibelarbeit oder politische Analysen sind, am Ende ihrer Ausbildung sind die diözesanen COPPA-Mitarbeiter bereit dazu, ihren Glauben am Menschen zu leben. In den verschiedenen Orten der Diözese tun sich die „COPPAS“ zusammen, um auf die Nöte und Bedürfnisse der Menschen einzugehen. Sie besuchen Juan José und seine Familie, gehen zu Angela Maria, helfen Luz Angelica Guevara dabei, Teil der Gemeinschaft zu bleiben. Das Motto „Sehen – Urteilen – Handeln“ steht dabei ganz im Mittelpunkt ihrer Aufgabe. Bei dieser Mission unterstützt sie Adveniat schon seit Jahren.

Margarita Martinez (links) und Gloria Viuda Hidalgo(Mitte, COPPAS-Gruppe der Gemeinde “Señora de la Paz“) zu Hausbesuch bei Luz Angelica Guevara (rechts)
Mitglieder der COPPAS-Gruppe des Municipio Tambo bei der gemeinsamen Feldarbeit.
Schwester Virginia Henao (rechts, Orden Sagrado Corazon) zu Besuch bei Angela Pantoja und ihrer schwerbehinderten Tochter Angela Maria.(West-Syndrom)

„Die Erfahrungen aus der sechsjährigen Coppas-Arbeit zielen letztlich darauf, dass Kirche kein Selbstzweck ist und dass es einzig um das Reich Gottes geht. Die Kirche kann uns auf diesen Weg bringen, aber es wird davon abhängen, ob unsere nahen und fernen Nachbarinnen und Nachbarn LEBEN können – und das mit Würde und mit LEBEN für alle“, sagt Thomas Jung über das Projekt. Adveniat hilft vielen weiteren beherzten Ehrenamtlichen wie die der Initiative „COPPAS“ dabei, durch Weiterbildungen für die Menschen vor Ort da zu sein. Unterstützen Sie mit Ihrer Spende diese Arbeit!

für die Ausbildung von Verantwortlichen in der Kirche

Für weitere Informationen, wie Sie die Armen in Lateinamerika und der Karibik mit einer Spende unterstützen können, wenden Sie sich gerne an:

Carmen Martínez
Abteilung Spenderkommunikation
Telefon 0201 1756-209
E-Mail: carmen.martinez(at)adveniat(dot)de